Android Wear: LG G Watch im Test

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gwatch_5-e1415202711963LG gehört mit der G Watch zu den ersten Firmen die eine Smartwatch mit dem Google eigenen Betriebssystem Android Wear auf den Markt gebracht haben. Neben der Samsung Gear Live ist die LG G Watch seit einigen Monaten im Handel erhältlich und wird über den Google Play Store vertrieben. Preislich ist die LG G Watch bei 199€ angesiedelt und ist dabei in den Farben weiß oder schwarz erhältlich.

Die Idee der Smartwatch ist nicht wirklich neu, denn selbst LG hat sich vor über 5 Jahren schon mal an einem ähnlichen Konzept versucht. Damals hat man mit dem LG GD910 Watchphone ein vollständiges Mobiltelefon in ein relativ unhandliches Uhrengehäuse verfrachtet. Die LG G Watch hingegen hat ein etwas anderes Anwendungsszenario. Die Uhr selbst kommt hierbei nur als Ergänzung zum bereits vorhanden Android Smartphone zum Einsatz. Die G Watch soll dabei helfen Informationen am Handgelenk zu erhalten und abzurufen ohne das Smartphone aus der Tasche ziehen zu müssen. Ach ja, telefonieren kann man mit der G Watch im Gegensatz zum damaligen Watchphone übrigens nicht.

Design und Hardware

Die LG G Watch kommt in einem recht unscheinbaren, eckigen Gehäuse daher. Mit Abmessungen von 38 x 47 x 10 Millimetern und einem Gewicht von 63 Gramm trägt sich nicht sonderlich stark auf, wenngleich sie je nach Größe des Handgelenks nichts desto trotz etwas klobig wirkt.

Die LG Watch ist übrigens mit einem 1,65 Zoll großen IPS Display ausgestattet das eine Auflösung von 280 x 280 Pixeln bietet. Die Pixeldichte ist ausreichend hoch, sodass die Displayanzeige in Bild und Schrift scharf erscheint. Was das Gehäuse angeht, so hat LG der G Watch ein Gehäuse nach IP-67 Zertifizierung spendiert, was bedeutet das die Innereien der Uhr gegen Staub abgedichtet sind und ein zeitweiliges Untertauschen bis zu maximal 1 Meter Wassertiefe für 30 Minuten erlaubt. Um das zu realisieren bietet die G Watch keinen klassischen micro-USB Ladeanschluss, sie kann stattdessen nur über eine mitgelieferte, magnetische Ladeschale aufgeladen werden.

Wem die Uhr mit ihrem Kunststoffarmband zu schlicht erscheint, der kann mit anderen Armbändern Abhilfe schaffen. Die LG G Watch verwendet hierbei eine Standardbreite von 22mm, sodass man eine Vielzahl von Metall- oder Lederarmbändern an der G Watch anbringen kann.

Android Wear Software

gwatch_4-e1415202383983Grundvoraussetzung um die LG G Watch nutzen zu können ist ein Android Smartphone mit Betriebssystem Version 4.3 oder höher. Ist diese erste Voraussetzung erfüllt fehlt nur noch die Android Wear Applikation aus dem Google Play Store. Einmal installiert wird die Uhr per Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt.

Wer bereits mit Google Now gearbeitet hat, der wird die Ähnlichkeit in der Benutzeroberfläche der Android Wear Oberfläche gleich wiedererkennen. Google arbeitet hier auch mit einer Kartenoberfläche, durch die man per Wischgeste blättern kann. Die Oberfläche ist insgesamt sehr minimalistisch gehalten, womit ich als Samsung Gear Smartwatch Nutzer zugegebenermaßen anfangs echte Probleme hatte. Ich habe ohne Bedienungsanleitung gestartet und mich Anfangs gewundert wo die App Übersicht zu finden ist. Die installierten Apps sind nur durch relativ viel blättern im Menü zu erreichen, das hätte man wirklich eleganter lösen können. Hier bildet die App „Wear Mini Launcher“ eine für mich unverzichtbare Übersicht aller installierten Apps. Wie am Smartphone selbst werden die einzelnen Programme hier mit kleinen Icons dargestellt und man kann diese schneller starten.

Aber zurück zur eigentlichen Übersicht per Benachrichtungskarte. Sofern die jeweilige App Android Wear bereits unterstützt können Benachrichtigungen über das Wetter, Hangouts Nachrichten, Watchapp Nachrichten, E-Mails, Kalender-Events und vieles mehr auf der Uhr angezeigt werden. Sofern die Karte weitere Informationen bereithält reicht ein eines Wischen von links nach rechts.

Wer übrigens bestimmte Funktionen, wie das Setzen von Terminen oder Kalendereinträgen realisieren möchte, der muss mit der Google Spracherkennung vorlieb nehmen. Es reicht wie auf dem Smartphone die Phrase „Okay Google“ auszusprechen und schon ist die Spracherkennung bereit für den gesprochenen Befehl. Dies funktioniert je nach Umgebungsgeräuschen entweder relativ gut oder es schlägt fehl. Auch ist es entscheidend die richtigen Schlagwörter zu nutzen, damit die Spracherkennung mit dem angesagten Kommando etwas anfangen kann. Für mich ist die Spracheingabe bislang eher ein Gimmick, als das sie ernsthaft nutzbar ist.

Eine Uhr ist die LG G Watch natürlich auch. Wem die vorinstallierten Designs (ob analog oder digital) nicht genügen, der findet im Play Store viele Möglichkeiten die Optik der Uhr zu verändern. Wer sich übrigens nicht sicher ist ob das eigene Android Smartphone unterstützt wird, der kann die Seite http://g.co/WearCheck besuchen und prüfen ob das eigene Smartphone kompatibel ist.

gwatch_1-e1415202287701Akkulaufzeit

Was die Akkulaufzeit der LG G Watch angeht darf man keine Quantensprünge erwarten. Die Uhr ist mit einem 400 mAh starken Akku versehen der je nach Nutzung zwischen einem und drei Tagen Laufzeit bietet. Dabei ist entscheidend ob man das Display permanent aktiviert lässt oder im Ruhemodus ausschalten lässt. Mir persönlich reicht es wenn das Display sich einschaltet wenn eine Benachrichtigung hereinkommt oder ich die Uhr zu mir hindrehe. Dank des integrierten Gyroskops erkennt die smarte Uhr wenn man das den Arm bzw. das Handgelenk zum Ablesen zu sich dreht.

 

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